SALES ROCKER BLOG

In dieser Kategorie finden sich Interviews sowohl mit unseren Mitarbeitern als auch mit unseren Kunden, die wertvolle vertriebliche Insights liefern.

Prof.-Dr.-Christian-Schmitz_Ruh-Universitaet-Bochum_Blogbeitrag

SALES. The next generation!

SALES. The next generation!

SALES. The next generation!

Ich habe mich sehr gefreut mit Prof. Dr. Christian Schmitz, Universitätsprofessor für Vertriebsmanagement und Lehrstuhlinhaber am Sales & Marketing Department der Ruhr-Universität Bochum, sprechen zu können. Zusammen mit seinem Kollegen Prof. Dr. Jan Wieseke ist er Initiator des ersten Masterstudiengangs in Sales Management in Deutschland. Seit knapp 1,5 Jahren komplettiert ein dritter Professor, Dr. Sascha Alavi, das Führungsteam. Professor Schmitz Leidenschaft für sein Fachgebiet ist deutlich spürbar, denn er sprudelt regelrecht vor Begeisterung während unseres Interviews. 

Kein Wunder, dass das Sales & Marketing Department unter der Führung der Professoren Schmitz, Wieseke und Alavi mehrfach als „Lehrstuhl des Jahres“ von den Studierenden der Wirtschaftswissenschaften der Ruhr-Universität Bochum ausgezeichnet wurde. Die Krönung kam im November 2018, als Prof. Dr. Schmitz die Auszeichnung “Professor des Jahres”, in der Kategorie Wirtschaftswissenschaften/Jura, im bundesweiten Wettbewerb der UNICUM Stiftung erhielt.

Warum haben Sie sich für den Schwerpunkt Vertrieb entschieden? Was ist für Sie das Faszinierende am Thema Sales?

Ich habe an einem Lehrstuhl der Uni St. Gallen meine Doktorarbeit mit dem Schwerpunkt B2B-Vertrieb geschrieben. Durch engen persönlichen Austausch mit Partnern aus der Industrie unterschiedlicher Branchen, habe ich festgestellt, dass das Hauptaugenmerk der Studieninhalte in Wirtschaftswissenschaften auf Marketing liegt. Gleichzeitig stellt der Vertrieb, insbesondere technologiebetriebener Unternehmen, höchste Herausforderungen dar. Im Vertrieb verbringt man die meiste Zeit mit Kunden und am meisten faszinieren mich all die spannenden Aufgaben und Erlebnisse in der Praxis.

Was hat Sie dazu veranlasst St. Gallen den Rücken zu kehren und in Bochum zu lehren und zu forschen?

Ehrlich gesagt, wusste ich nicht mal genau wo Bochum liegt, nur, dass es irgendwo im Ruhrgebiet ist. Die Stellenausschreibung, hat alle Inhalte abgedeckt, die ich spannend fand und mit denen ich mich bereits auseinandergesetzt hatte, wie B2B- und Vertriebsfragestellungen. In den Gesprächen mit Jan Wieseke hat sich die Idee entwickelt, nicht nur einen normalen Lehrstuhl aufzubauen, sondern etwas Innovatives mit dem Schwerpunkt Vertrieb. Diese Vorstellung hat mich fasziniert. 2016 wurden wir dann die erste Uni in Deutschland, die den Master „Sales Management“ anbietet. Für die Verwirklichung dieser Vision hat es sich gelohnt die tolle Uni am Bodensee in St. Gallen gegen meine Professur in Bochum zu tauschen. Aber ich arbeite auch weiter gerne mit meinen Kollegen in der Schweiz zusammen.

Warum wird ein Master in Sales erst so spät angeboten, wenn der Vertrieb eine Schlüsseldisziplin in jedem Unternehmen darstellt? Kam die Anforderung aus der Wirtschaft?

Wir haben mit sehr vielen Unternehmen gesprochen. Vertrieb hat sich verändert und wird sich in Zukunft auch weiter verändern. Die Anforderungen an Vertriebsmitarbeiter steigen und es ist sehr wichtig talentierte Mitarbeiter zu fördern. Unser Ziel ist nicht den besten Verkäufer auszubilden, sondern Studierenden das nötige Rüstzeug mitzugeben und auf Führungspositionen im Vertrieb vorzubereiten. Hierbei geht es um ein tiefergehendes Verständnis, um die Systematik von Vertrieb.

Sind Positionen im Vertrieb bzw. Sales bisher überwiegend mit „Quereinsteigern“ besetzt worden?

Die Ausbildung im klassischen BWL Studium war seit jeher auf Marketing fokussiert. Es gibt 234 Marketing Professoren und nur eine Handvoll Dozenten ist spezialisiert auf Sales. Die 400.000 Marketingstellen sind natürlich hart umkämpft. Dadurch landen viele Bewerber als Alternative im Vertrieb, wo die Nachfrage nach Mitarbeitern um ein Vielfaches höher ist, obwohl sie dafür nicht gut genug ausgebildet sind.

Kann es nicht auch am Image des Vertriebs liegen, dass sich Absolventen lieber auf Marketingstellen bewerben?

Vertrieb ist in den letzten fünf Jahren salonfähiger geworden. Man hat seine Bedeutung für die Volkswirtschaft erkannt. 3,8 Millionen Erwerbstätige, den Einzelhandel nicht berücksichtigt, arbeiten im Vertrieb, das sind fast 10% aller Arbeitnehmer.

Blogbeitrag_SALES_MarketDialog
Welche Studieninhalte bietet das „Master in Sales Management“ Programm am Sales & Marketing Department?

Der Schwerpunkt liegt auf den Aufgaben eines Vertriebsleiters. Es geht um strategische Fragen des Vertriebsmanagements, um KPIs, Vertriebsorganisationen, Vergütungssysteme, das Key Account Management, im Prinzip um den gesamten Selling Process. Gesprächsführung und Verhandlung sind sehr bedeutende Themen. Im praxisbezogenen Teil des Negotiation Management laden wir echte Einkäufer sowie Schauspieler ein. Unsere Studenten haben die Aufgabe mit ihnen in die Verhandlung zu gehen und ihre Ziele zu erreichen oder ihre Interessen zu vertreten, ohne zu wissen, ob sie vor sich den Schauspieler oder den echten Einkäufer haben. Unser Ziel ist, sehr praxisbezogen zu arbeiten.

Wie hoch ist der Anteil weiblicher Studentinnen für den Master in Sales?

Ein Drittel unserer Studentinnen, ist weiblich, der Rest ist männlich. Ich habe mir keine Gedanken über die Geschlechterverteilung gemacht, bis zu einem Schlüsselerlebnis. Anlässlich einer Veranstaltung haben wir männliche und weibliche Vertreter mit Führungspositionen im Vertrieb eingeladen. Für jenen Abend haben ausschließlich Herren zugesagt. Es waren Vertreter von Top-Firmen und ich habe mich über ihre Zusage gefreut. 

Nach der Veranstaltung haben mich Studentinnen angesprochen und mir gesagt, dass sie sich weibliche Vorbilder im Vertrieb wünschen und enttäuscht waren, dass keine Frauen in Führungspositionen zu Gast waren. Ich konnte ihre Argumentation sehr gut nachvollziehen und ich werde intensiv mit noch mehr Nachdruck daran arbeiten, dass wir in Zukunft auch weibliche Vorbilder für solche Events gewinnen können. Für mich ist es sehr erfreulich ein offenes und gutes Verhältnis zu den Studierenden zu haben, um in Zukunft auch diesem Wunsch unserer Studentinnen nachzukommen.

Sieht so aus, als würde Vertrieb und Sales für Frauen einen weniger begehrenswerten Job darstellen?

Es bewerben sich tatsächlich sehr viel weniger Frauen auf Stellen im Vertrieb. Auch die Kündigungsraten von Frauen sind im Vertrieb viel höher. Da ich Vertrieb immer gerne in der Praxis erlebe, habe ich sehr gerne tageweise Außendienstbegleitungen gemacht. Ich erinnere mich an eine faszinierende Frau, die im Direktvertrieb tätig war und mit der ich den ganzen Tag verbracht habe. Sie ist aus meiner Sicht ein unglaubliches Vorbild für die Vereinbarung von Karriere und Familie und ein echtes Organisationstalent. 

Vormittags hatte sie Termine, dann sind wir nach Hause gefahren, wo sie Mittagessen zubereitet hat und für die Kinder, die aus der Schule kamen, da war. Dann haben wir die Kinder zum Sport gefahren und sie hat weitere Termine wahrgenommen, da der Ehemann ab Spätnachmittags zu Hause war. Aus ihrer Sicht war Vertrieb für sie der perfekte Job, wegen der flexiblen Arbeitszeiteinteilung bei sehr guten Verdienstmöglichkeiten. Vielleicht müssen wir uns von traditionellen Arbeitszeitmodellen lösen und die Vorteile dieser Flexibilität mehr hervorheben.

Sie sind Gründungsmitglied und wissenschaftlicher Beirat des DIV (Deutsches Institut für Vertriebsforschung). Bitte nennen Sie uns ein paar Beispiele oder Themenschwerpunkte Ihrer Forschungstätigkeit.

Wir beschäftigen uns mit den psychologischen Effekten und Verhaltensweisen im Vertrieb. Zum Beispiel analysieren wir, welches Vergütungssystem bei Vertriebsmitarbeitern die höchste Leistungsmotivation auslöst. Ist es 80% Fixum plus 20% variabler Anteil? Oder ist der Anreiz sogar höher, wenn der variable Teil gesteigert wird? Wie wirkt sich eine Veränderung der Leistungsmotivation auf die Umsätze eines Unternehmens aus? 

Eine weitere Fragestellung, an der wir forschen ist, was passiert im Hinblick auf die Verkäufer-Kunden-Bindung, wenn sie den Außendienstmitarbeiter eines Gebiets gegen einen anderen austauschen? Man könnte davon ausgehen, dass angesichts der veränderten Beziehungen Geschäft verloren geht. Wie ist der Wert einer Kundenbeziehung einzuschätzen? Der neue Verkäufer muss sich erst auf die Bedürfnisse seiner „neuen“ Kunden einstellen und Beziehungen aufbauen. Wie wirkt sich dies aus vor dem Hintergrund, dass jeder Verkäufer „Lieblingsprodukte“ hat, die er bevorzugt verkauft? 

Der neue Verkäufer favorisiert möglicherweise ein anderes Produkt aus dem Unternehmens-Portfolio und steigert durch aktives Anbieten eines „neuen“ oder ergänzenden Produkts den Absatz. Wir erforschen welcher Effekt bei einem Wechsel überwiegt, der positive oder der negative und ob sich hierfür eine Berechnungsgrundlage als Entscheidungshilfe im Vorhinein entwickeln lässt.

Inwiefern bedingt die Digitalisierung Veränderungen im Vertrieb und wie gehen Unternehmen aus Ihrer Sicht damit um? Brauchen wir in Zukunft noch Verkäufer?

Die Frage, ob man noch Verkäufer braucht, weil man theoretisch auch digital einkaufen kann, ist auch bei uns ein ganz zentrales Thema. Ich sage ganz klar „Ja“, wir brauchen Verkäufer. Es entstehen neue erklärungsbedürftige Bereiche und Produkte, für die es Expertenwissen und Erklärungen braucht. Aber man kann und sollte die Digitalisierung einsetzen, um den Verkauf zu rationalisieren, das heißt, dass für ein erfolgreiches Verkaufsgespräch nicht nur Charme und Verkaufstalent, sondern auch das Tablet benötigt werden. 

Ich benutze hierfür gerne Beispiele aus der Automobilindustrie. Nehmen wir den Regensensor. Diese Innovation war revolutionär! Heute finden wir sie serienmäßig in Fahrzeugen und haben uns an diese Erleichterung beim Autofahren gewöhnt. Oder das Park Distance Control System als Parkhilfe. Am Anfang wurde der Nutzen vielfach diskutiert, heute möchte kaum noch jemand ohne fahren. 

Wenn durch intelligente Systeme, dem Verkäufer Termine anhand von Routenoptimierungen vorgegeben werden, dann wird der Mitarbeiter dadurch entlastet. Es sind bereits Systeme auf der Basis von künstlicher Intelligenz im Einsatz, die über ein klassisches CRM und Routenplanung hinausgehen. Hierbei werden Datenbanken so mit Informationen angefüttert, dass eine Kaufwahrscheinlichkeit basierend auf der Wetterlage oder regionalen Feiertagen berechnet werden kann. Ein intelligenter Verkäufer wird sich diesen Innovationen nicht verschließen, sondern davon profitieren wollen.

Welche Rolle wird Ihrer Meinung nach Telemarketing, eine der MarketDialog Kernkompetenzen, im B2B-Vertrieb in der Zukunft spielen?

Früher hat der Außendienst alles geleistet, doch man hat erkannt, dass der persönliche Besuch für einen Erstkontakt in der Regel zu teuer ist. Somit kann es sinnvoll sein hierfür einen Telefonkanal zu etablieren.

Sie wurden zum Professor des Jahres 2018 für den Bereich Wirtschaftswissenschaften und Jura gewählt. Gratulation! Wie haben Sie diese Auszeichnung gefeiert?
Das war unglaublich! Es gab 1.600 eingereichte Bewerbungen, da spielt zunächst einmal nur der Gedanke „dabei sein ist alles“ eine Rolle. Als ich den Anruf erhielt, dass ich zum Professor des Jahres gewählt worden war, konnte ich es kaum glauben. Ich war überwältigt von den vielen Glückwünschen aus allen Richtungen. Meine Mutter rief an und erzählte, dass die Nachbarn es in der Zeitung gelesen hätten und mir alle Gratulationen ausrichten ließen. Ich habe meine Freude mit allen geteilt. Natürlich gab es am Department ein Fest mit Studenten und Kollegen mit traditionell Bochumer-Currywurst.
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Expertin für Krisenkommunikation und Coaching
"Die Zusammenarbeit mit Hermina war geprägt von Interesse und Wertschätzung. Der daraus resultierende Beitrag auf dem MD Rocking Sales Blog vermittelt mein Angebot und meine Expertise auf verständliche Weise. Er trägt demzufolge dazu bei, meine Dienstleistung lebendig und anschaulich gegenüber relevanten Zielgruppen zu präsentieren. Danke dafür, es war mir eine echte Freude!"
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Hermina Deiana Portrait
Erzählt mir eure Sales Vita...

Ich brenne darauf eure Expertise und Erfahrungen im Vertrieb zu erfahren und auf unserem Rocking Sales Blog zu veröffentlichen. Nach einem kurzen Kennenlerntelefonat vereinbaren wir einen Termin für einen Video-Call und führen ein entspanntes, einstündiges Gespräch. Anschließend schreibe ich euren Beitrag und wir posten diesen über unsere Social Media Kanäle.

Ich freue mich auf dich.

Hermina Deiana | Public Relations Consultant MarketDialog GmbH
hermina.deiana@marketdialog.com
+49 (0) 6196-7695-183

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Dr.-Tanja-Bernsau_Social-Media-Expertin_Blogbeitrag

Social Media im B2B Marketing

Social Media im B2B Marketing

Social Media erreicht nur den Endverbraucher? Weit gefehlt!

Zugegeben, nicht alle Produkte lassen sich über Social Media Kanäle verkaufen. Klar, einen Sportschuh für die Hobbyläuferin kann man wunderbar über Facebook bewerben. Auch über Instagram kann man den Endverbraucher direkt erreichen und zum Kauf animieren. Aber auch im B2B-Bereich darf der Nutzen von Social Media im Marketing-Mix und als Vertriebs-Support keineswegs unterschätzt werden. 

Bereits 2016 erschien eine Studie von Ortgies zum Thema Social Media im B2B Marketing. Eine Kernaussage dieser Studie besagt, dass die nachkommende Generation von Einkäufern im digitalen Shopping Universum längst „zu Hause“ ist und sich grundsätzlich bei jeder (!) Suche nach Produkten und Dienstleistungen zunächst im Web informiert. Nachvollziehbar, dass es daher gilt, bei den Google-Treffern weit vorne zu rangieren. Die Unternehmens-Webseite ein Hygienefaktor, reicht jedoch bei Weitem nicht aus. Eine Ergänzung durch zielgruppengerechte und keywordstarke Blog- und Newsbeiträge unterstützt die Aktivitäten auf Social Media Plattformen und fördert die Auffindbarkeit und die Online-Reputation enorm.

Tanja Bernsau
Dr. Tanja Bernsau, Social Media Expertin
Die „Sprache“ der Social Media Kanäle

Ob es Ihnen gefällt oder nicht: Sie sind in Social Media vertreten, auch wenn Sie selbst nicht aktiv sind. In Foren und Gruppen tauschen sich erfreute und verärgerte B2C, aber auch B2B-Kunden über Ihr Unternehmen, Ihre Produkte und Dienstleistungen aus. Allein diese Tatsache macht eine Social Media Präsenz unumgänglich. Doch geht es hierbei nicht nur um das Reagieren auf Likes und Kommentare. Gerade für sehr spezialisierte Produkte und Dienstleistungen können Sie Ihre Zielgruppe häufig genau eingrenzen und auch ermitteln, auf welchen Kanälen sich diese tummelt. Verhältnismäßig kostengünstig können Sie dann in diesen Kanälen maßgeschneiderte Inhalte liefern, was der große Verkaufskatalog in Print nicht kann. 

Da Social Media Kanäle direkte Marketing- und Vertriebskanäle sind, besteht die Möglichkeit, mit Usern und potentiellen Kunden in einen persönlichen Dialog zu treten. Doch Achtung: nach dem Prinzip, „heute könnten wir mal wieder etwas posten“, wird sich kein Erfolg einstellen. Es bedarf der richtigen Strategie für den Aufbau von Marken- und Brand-Awareness und der Berücksichtigung der relevanten Faktoren Glaubwürdigkeit und Authentizität. Letztlich werden auch bei Geschäftskunden die Kaufentscheidungen von Menschen getroffen.

Es muss zu Ihrem Geschäft passen

Die erste Frage, die sich Unternehmen häufig stellen, lautet: Welche Kanäle sollen wir bespielen? Stattdessen lautet aber die Frage, die zuerst beantwortet sein will: Habe ich ein Social Media-taugliches Geschäftsmodell? Welche Ziele sollen über Social Media erreicht werden?


Im B2B-Bereich sind es oft nicht die direkten Verkäufe, die über diese Kanäle erzielt werden. Aber was sind die Erfolgsindikatoren? Nur die Anzahl der Likes zu Ihren Beiträgen? Das ist ein Indikator, aber Sie wollen sicher mehr. Sie möchten Klicks auf die Website, dort auf ein Kontaktformular oder eine Mail-Adresse, um Interessenten zu Leads und zu Kunden machen zu können. Und von Kunden optimalerweise auch noch zu Weiterempfehlern. Entwickeln Sie deshalb im Vorfeld eine Strategie, wie Sie Ihre Social Media-User auf die gewünschte Customer Journey schicken können, und legen Sie dort Ihre Kennzahlen fest. Denn Social Media ist kein Selbstzweck. 

Die meisten Kanäle lassen sich zwar kostenlos bzw. mit wenig Geld bespielen, aber der Zeitaufwand bleibt.
Um noch mal auf die Anfangsfrage zurückzukommen. Welche Social Media-Kanäle Sie bespielen sollten, hängt von dem Geschäft ab, Ihrer Zielgruppe und Ihrer Kreativität. So eignet sich auch im B2B-Bereich zum Beispiel Instagram am ehesten dazu, wenn Sie bildlastige Inhalte teilen wollen. In Facebook, XING, Linkedin oder Twitter können Sie Ihre eigenen Inhalte, die über einen firmeneigenen Blog entstanden sind, verteilen und in den Dialog treten. 

Wenn sich Ihre Produkte gut im Bewegtbild darstellen lassen, wird Youtube einen zentralen Stellenwert einnehmen. Wichtig ist, dass Sie Ihre Zielgruppe im Auge haben, sowohl bei der Kanalauswahl wie auch beim einzelnen Post. Bereiten Sie die Inhalte für diese Personen auf, stiften Sie Nutzen und bleiben Sie im Gespräch.

Nutzen Sie Social Media mit Maß und Verstand

Daraus leitet sich die zweite Grundregel ab. Natürlich können Sie mit der großen Kanone auf Alle zielen, aber das ist wenig effizient und auf die Dauer einfach zu teuer. Geben Sie sich die Zeit, eine solide Social Media-Strategie zu entwickeln, die Ihre Ziele, die Zielgruppen, und Ihr Budget und Ressourcen berücksichtigt. Entscheiden Sie sich im Vorfeld für die Kanäle, die Sie bespielen möchten. Wir erleben in unserer Praxis immer wieder, dass das Thema halbherzig angegangen wurde. 

Da werden ein-zwei Social Media-Profile angelegt und der letzte Post ist dann von der Weihnachtsfeier vor zwei Jahren, Kontaktmöglichkeiten werden nicht gegeben, Rückmeldungen von Kunden auf der Seite bleiben unbeantwortet. Vermeiden Sie solche Profilwüsten und bespielen Sie Ihre Kanäle regelmäßig mit nutzenstiftenden Inhalten. Manchmal ist da weniger mehr.

Hermina Deiana Portrait
Haben Sie auch Interesse am Network mit MarketDialog?

Unsere Business2Human Philosophie leben wir nicht nur mit unseren Kunden, sondern auch innerhalb unseres stetig wachsenden Netzwerks. Unabhängig von der Branche, in welcher Sie tätig sind, empfinde ich einen konstruktiven Austausch über SALES als bereichernd und inspirierend.

Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen.

Hermina Deiana | Public Relations Consultant MarketDialog GmbH
hermina.deiana@marketdialog.com

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Barbara-Liebermeister_Autorin-Rednerin-Beraterin_Blogbeitrag

Barbara Liebermeister: Im Vertrieb muss man Menschen für sich gewinnen!

Barbara Liebermeister + Digital ist Egal

Im Vertrieb muss man Menschen für sich gewinnen!

Über ihr Buch „Digital ist egal“, bin ich auf die Autorin, Rednerin und Management Beraterin Barbara Liebermeister aufmerksam geworden. Da der provokante Titel ihres Buchs Parallelen zur MarketDialog Philosophie „Business2Human – Business findet zwischen Menschen statt.“ aufweist, war mein Interesse an einem persönlichen Austausch sofort geweckt. Zu meiner großen Freude, hat Frau Liebermeister sich die Zeit für ein spannendes Gespräch genommen.

Worauf basiert Ihre These, dass nicht die Technologien, sondern die Beziehungen zu und zwischen Menschen der zentrale Erfolgsfaktor des 21. Jahrhunderts sind?

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht die Interaktion mit seinesgleichen. Es ist wissenschaftlich erwiesen und von Psychologen bestätigt, dass das prosozial wirkende Hormon Okcytocin, für das Zusammenleben aller Menschen eine große Rolle spielt, da es Stress reduziert, Ängste und Aggressionen dämpft und uns empathischer macht. Ausgeschüttet wird Oxytocin durch den Austausch mit Menschen. Die Auswirkungen langfristig mangelnder sozialer Kontakte und Bindungen, können zu Unwohlsein führen, bis hin zu körperlichen Beschwerden. 

Der Vorteil der Digitalisierung ist andererseits, dass es nie einfacher war, mit Menschen in Kontakt zu bleiben und Beziehungen über große Distanz zu pflegen. Die digitalen Medien sind eine hervorragende Verstärkung des persönlichen Kontakts und nur als Ergänzung zu sehen. Ohne digitale Medien wäre dies nicht möglich und wir würden Menschen, vielleicht aus den Augen verlieren. Es ist somit alles eine Frage der Dosis.

Barbara Liebermeister Quadrat - Vertrieb
Barbara Liebermeister
Bei MarketDialog beschäftigen wir uns mit Vertriebskommunikation und Telemarketing im B2B Bereich. Welche Bedeutung hat im digitalen Zeitalter das persönliche Gespräch zwischen Vertrieb und Kunden?

Die Hauptaufgabe im Vertrieb besteht darin, Menschen für sich zu gewinnen, denn 80% der Käufe werden emotional entschieden. Den Kunden ist dies meistens nicht bewusst und das gilt auch für den B2B Bereich. Natürlich gibt es rationale Gründe für den Kauf, doch angesichts der gesättigten Märkte, werden die Anforderungen meist auch beim Wettbewerb erfüllt. Deshalb muss der Vertriebler zunächst einmal sich selbst „verkaufen“. Damit meine ich, zuhören, die individuellen Bedürfnisse potentieller Kunden im Gespräch erkennen, Sympathiewerte erzeugen und daraus Beziehungen aufbauen. Und das geht nur über Persönlichkeit. Erst wenn der Sympathiefaktor durch das persönliche Gespräch erzeugt wurde, öffnet sich das Gegenüber und der Verkauf von Produkten oder Dienstleistungen folgt automatisch. Denn Menschen kaufen Menschen!

Kann es sein, dass sich der ein oder andere hinter digitaler Kommunikation versteckt, weil der Mut für ein persönliches Gespräch fehlt?

Gerade zurückhaltenden und eher scheuen Personen kommt die digitale Kommunikation entgegen, da sie sich eher dahinter verstecken wollen oder auf Social Media Plattformen anonym kommentieren können. Aber die ausschließliche Kommunikation via digitaler Medien birgt ein hohes Potential an Missverständnissen. Denken Sie zum Beispiel an die Kommunikation via Whats app: Sicher kennt jeder von uns genügend Beispiele, bei denen eine Nachricht fälschlicherweise missinterpretiert wurde, auch weil im Dialog die Gestik, Mimik oder Stimmlage fehlen. 

Ich gebe Ihnen ein Beispiel, wie der gleiche Satz, einmal digital und einmal persönlich kommuniziert, unterschiedlich aufgefasst werden kann. Stellen Sie sich vor, Sie erhalten eine Email von Ihrem Chef mit folgendem Inhalt: „Du kannst das besser!“ Wie fühlen Sie sich? Und nun stellen Sie sich vor, dass sie ein persönliches Gespräch mit Ihrem Chef führen, welches er mit dem gleichen Satz beendet, Sie dabei anlächelt und Ihnen auf die Schulter klopft. Ermutigender, oder?

Auf jeden Fall, das ist ein sehr schönes Beispiel. Wie können wir unsere Kommunikation verbessern?

Seien Sie authentisch, zeigen Sie Ihre Persönlichkeit und trauen Sie sich Ihre Ecken und Kanten zu offenbaren. Vor allem jedoch, sprechen Sie so oft wie möglich von Angesicht zu Angesicht miteinander.

Hermina Deiana Portrait
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Ich freue mich darauf Sie kennenzulernen.

Hermina Deiana | Public Relations Consultant MarketDialog GmbH
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