Manager müssen Mut zeigen

Manager müssen Mut zeigen

Mutig sein, sich etwas trauen, einfach machen und flexibel handeln; Mut muss man lernen.

Mutig sein, sich etwas trauen, einfach machen und flexibel handeln, sind Attribute, die eher jungen Gründern und der Generation Y zugeschrieben werden. In klassischen Unternehmen und Konzernen gehörten bislang Bewerber mit diesen Profilen nicht zur präferierten Auswahl der Personalabteilungen und der Recruiter.

Zu sehr haftet diesen Charakteren der Ruf des Rebells und Freigeists an, zu nahe liegt die Vermutung, dass sie sich von Vorgesetzten schwer führen lassen. Nur unwillig passen sich die Mutigen an etablierte Strukturen und Regeln an. Sie hinterfragen Prozesse und entdecken Optimierungspotential, selbst dann, wenn diese Aufgaben nicht in ihren Tätigkeitsbereich gehören. Nicht selten gelten sie nicht nur bei ihren Chefs, sondern auch bei anpassungswilligen Kollegen als besserwisserische und nur bedingt teamfähige Traumtänzer.

Über zwei Jahr ist seit Pandemiebeginn vergangen, fast 28 Monate arbeiten Teams und Organisationen weltweit im Home-Office. Persönliche Meetings und Geschäftsreisen sind fast vollständig gestrichen. Spontaner Austausch, Brainstorming und Ideenentwicklung in der Kantine, der Lounge oder in der Kaffeeküche gehören der Vergangenheit an. Ist es diesen Umständen zu verdanken, dass Unternehmen sich nun vermehrt Mitarbeiter wünschen, die neue Impulse einbringen, die den Willen haben Bestehendes in Frage zu stellen und sich trauen innovative Ideen einzubringen? 

Leader stehen vor der Herausforderung ihre Mitarbeiterführung an die neuen Gegebenheiten anpassen zu müssen. Wie schön wäre es doch, wenn man von heute auf morgen die zuvor beliebten, weil angepassten “ich bin zuständig”-MitarbeiterInnen in “ich fühle mich verantwortlich”-Vorreiter und ImpulsgeberInnen verwandeln könnte.

“Die Unternehmen, die mich für Vorträge buchen, organisieren Online-Veranstaltungen und Webinare, die den Zusammenhalt im Team stärken und eine positive Stimmung erzeugen. Aber das ist nicht alles,” erklärt Helen Hain ihre Erfahrung “Unternehmen sind gezwungen auf die Krise zu reagieren. Viele Firmen befinden sich im Umbruch, definieren ambitionierte Ziele, entdecken neue Sparten für sich und planen innovative Produkte zu entwickeln. Dafür brauchen sie Mitarbeiter, die mutig sind Herausforderungen anzunehmen, die sich flexibel an neue Rahmenbedingungen anpassen, die sich trauen neue Wege mitzugehen. Mut war schon seit jeher der Motor für Innovation, Fortschritt und Visionen.”

Ob es sich derzeit um einen Umbruch oder eher einen Aufbruch handelt, ist schwer zu prognostizieren. Sicher ist jedoch, dass ein Veränderungsprozess im Gang ist und diese erfordern bekanntlich immer Mut – und Vorgesetzte, die couragiertes Handeln und dynamische Prozesse fördern.

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